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	<title>Impuls Archive - Aufatmen. Kraft tanken. Blühen - Coaching, Trauerbegleitung, Qigong</title>
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	<link>https://endlicheinfachsein.de/category/impuls</link>
	<description>Dr. Gernot Dern &#124; kompetent, empathisch, präsent</description>
	<lastBuildDate>Wed, 09 Sep 2026 12:34:35 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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	<item>
		<title>Die Weisheit der Widersprüche: Wenn beides wahr ist</title>
		<link>https://endlicheinfachsein.de/lebenskunst-der-widersprueche</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gernot Dern]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2026 10:19:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Impuls]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir Menschen mögen klare Verhältnisse. Wir wollen wissen, was richtig und was falsch ist. Was gut für uns ist und was weg soll. Das Leben allerdings hält sich erstaunlich selten daran: Ich möchte Nähe – und meine Unabhängigkeit. Ich wünsche mir etwas Neues – und sehne mich nach Sicherheit. Ich möchte mich verändern – und [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir Menschen mögen klare Verhältnisse. Wir wollen wissen, was richtig und was falsch ist. Was gut für uns ist und was weg soll. Das Leben allerdings hält sich erstaunlich selten daran:</p>
<ul>
<li>Ich möchte Nähe – und meine Unabhängigkeit.</li>
<li>Ich wünsche mir etwas Neues – und sehne mich nach Sicherheit.</li>
<li>Ich möchte mich verändern – und alles soll möglichst bleiben, wie es ist.</li>
<li>Ich fühle mich angezogen – und will trotzdem weg.</li>
</ul>
<p>Und zu allem Überfluss scheint <strong>beides wahr zu sein</strong>. Schwer auszuhalten. In der Psychologie sprechen wir von <strong>Ambivalenz</strong>: Zwei gegensätzliche Gefühle, Wünsche oder Impulse können gleichzeitig vorhanden sein. Wir neigen jedoch dazu, einen Teil von uns zum Richtigen zu erklären und den anderen wegmachen zu wollen: <em>Ich sollte mich doch freuen – warum habe ich jetzt Angst? Ich will diese Beziehung – warum will ich mich zurückziehen?</em></p>
<p>Vielleicht muss gar nichts weggemacht werden. Vielleicht ist Leben einfach so.</p>
<h3>Innere Widersprüche im Körper</h3>
<p>Das Spannende ist: Diese Widersprüchlichkeit findet nicht nur in unseren Gedanken statt. Wir können sie im Körper spüren.</p>
<p>Vielleicht möchtest du einem Menschen ganz nah sein. Du spürst Wärme in der Brust, ein Ziehen nach vorne, ein Gefühl von Verbundenheit. Und gleichzeitig gibt es im Körper eine andere Bewegung: Enge im Bauch, Spannung in den Schultern, einen Impuls zum Zurückziehen. Beides ist da.</p>
<p>Die Kunst besteht darin, nicht sofort herausfinden zu wollen, was davon nun richtig ist. Vielleicht besteht sie darin, beides wahrzunehmen. <strong>Die Wärme. Die Enge. Das Hinwollen. Das Wegwollen.</strong> Ohne entscheiden zu müssen. Ohne eine Seite wegzudrücken.</p>
<h3>Die Ambivalenz aushalten</h3>
<p>Vielleicht liegt genau darin unsere Schwierigkeit mit inneren Widersprüchen: Wir möchten uns möglichst schnell festlegen. Nähe oder Abstand? Bleiben oder gehen? Sicherheit oder Veränderung? Eine eindeutige Entscheidung verspricht Entlastung.</p>
<p>Doch manchmal braucht eine gute Entscheidung zunächst etwas anderes: <strong>die Fähigkeit, die Ambivalenz auszuhalten. </strong>Wenn wir die Spannung nicht sofort auflösen müssen, sondern sie behutsam wahrnehmen und eine Weile mit ihr sein können, kann Überraschendes geschehen: Die Richtung entwickelt sich von selbst. Nicht immer und nicht unbedingt sofort. Häufig jedoch entsteht aus dem ruhigen Wahrnehmen eine Klarheit, die wir durch Nachdenken allein nicht herstellen konnten.</p>
<h3>Aus dem Wahrnehmen entstehen lassen</h3>
<p>Das erinnert mich an Yin und Yang: nicht entweder Yin oder Yang, sondern ein ununterbrochenes Wechselspiel zwischen beiden Polen. Vielleicht braucht es deshalb weniger inneren Kampf und mehr freundliche Aufmerksamkeit.</p>
<ul>
<li>Da ist meine Sehnsucht nach Nähe. Und da ist mein Bedürfnis nach Abstand.</li>
<li>Da ist meine Freude. Und da ist meine Angst.</li>
</ul>
<p>Ich muss nicht sofort wissen, welche Seite die Richtige ist. Ich kann beide Seiten da sein lassen. Beobachten und zunächst nichts tun. Nicht leicht auszuhalten – und doch oftmals das Beste, was wir tun können. Denn häufig ist die lauteste innere Stimme, die stärkste innere Aktivierung nur das, was wir in dem Moment meinen zu wollen. Doch was brauchen wir wirklich?</p>
<h3>Eine kleine Übung</h3>
<p>Wenn du das nächste Mal merkst, dass zwei Wünsche, Gefühle oder Impulse in dir miteinander ringen, halte einen Moment inne.</p>
<p>Frage dich nicht sofort: <strong>„Was soll ich tun?“</strong></p>
<p>Frage dich zunächst:</p>
<p><strong>„Wie fühlt sich das eine in meinem Körper an?“</strong></p>
<p>Und dann:</p>
<p><strong>„Und wie fühlt sich das andere an?“</strong></p>
<p>Nicht analysieren. Nicht entscheiden. Nur wahrnehmen.</p>
<p>Vielleicht zeigt sich mit der Zeit eine Bewegung. Ein nächster Schritt. Eine Richtung. Nicht weil du sie erzwingst, sondern weil du ihr Raum gegeben hast.</p>
<p><strong>Das ist Weisheit: die Kunst, Widersprüchlichkeit in sich wohnen zu lassen.</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Trauerbegleitung: Halt finden im Verlust</title>
		<link>https://endlicheinfachsein.de/trauerbegleitung-rhein-main-idsteiner-land</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gernot Dern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Aug 2026 08:36:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Impuls]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Verlust eines geliebten Menschen kann das eigene Leben tief erschüttern. Meistens geht es um den Tod - des Partners, des Vaters, der Tochter... Doch auch Trennung bedeutet den Verlust eines geliebten Menschen. Plötzlich ist vieles anders: Der gemeinsame Alltag fehlt, vertraute Rituale brechen weg, gedachte Zukunft ist für immer [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://endlicheinfachsein.de/trauerbegleitung-rhein-main-idsteiner-land">Trauerbegleitung: Halt finden im Verlust</a> erschien zuerst auf <a href="https://endlicheinfachsein.de">Aufatmen. Kraft tanken. Blühen - Coaching, Trauerbegleitung, Qigong</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:rgba(226,226,226,0);border-style:solid;" ><style type="text/css">.fusion-body .fusion-flex-container.fusion-builder-row-1{ padding-top : 0px;margin-top : 0px;padding-right : 0px;padding-bottom : 0px;margin-bottom : 0px;padding-left : 0px;}</style></div><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start" style="max-width:1365px;margin-left: calc(-5% / 2 );margin-right: calc(-5% / 2 );"></div><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="width:100%;margin-top:0px;margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy" style="background-position:left top;background-blend-mode: overlay;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;padding: 0px 0px 0px 0px;"><div class="fusion-clearfix"></div></div></div><div class="fusion-text fusion-text-1"></div></p>
<p>Der Verlust eines geliebten Menschen kann das eigene Leben tief erschüttern. Meistens geht es um den Tod &#8211; des Partners, des Vaters, der Tochter&#8230; Doch auch Trennung bedeutet den Verlust eines geliebten Menschen. Plötzlich ist vieles anders: Der gemeinsame Alltag fehlt, vertraute Rituale brechen weg, gedachte Zukunft ist für immer weg. Einsamkeit, Wut, Schuldgefühle, Angst, Orientierungslosigkeit, Scham wechseln sich ab.</p>
<h3>Es gibt keinen richtigen Weg zu trauern</h3>
<p>Trauer ist immer individuell. Trauerbegleitung kann helfen, in dieser schwierigen Zeit Halt zu finden. Trauerbegleitung unterstützt Trauernde nach einem Verlust dabei, mit der veränderten Lebenssituation umzugehen und den Verlust nach und nach in das eigene Leben zu integrieren. Dabei geht es nicht darum, die Trauer möglichst schnell zu überwinden oder den Menschen loszulassen. Es geht es darum, einen hilfreichen Umgang mit dem Verlust zu finden: Die Beziehung zum geliebten Menschen darf einen veränderten Platz im eigenen Leben bekommen, während gleichzeitig wieder Raum für das eigene Weiterleben entsteht. All das braucht Zeit und Geduld. Hier hilft Trauerbegleitung.</p>
<h3>Raum halten und da sein</h3>
<p>Der Trauerbegleiter gibt dabei keine fertigen Antworten darauf, wie Trauer aussehen sollte. Er oder sie schafft einen geschützten Raum, in dem die trauernde Person mit dem sein darf, was gerade da ist, das heißt: Raum halten, zuhören, präsent und mitfühlend sein – einfach da sein.</p>
<p>Trauernde Menschen brauchen keine Ratschläge: „Du musst jetzt nach vorne schauen.“, „Das wird mit der Zeit besser.“, „Du musst wieder unter Leute.“ schmerzen, lassen Trauernde einsam zurück. Gut gemeint – und doch kann genau das zusätzlichen Druck, sogar Scham erzeugen. Trauerbegleitung begegnet dem, was ist mit Empathie, Wertschätzung und Präsenz. Trauer muss nicht gelöst werden. Die Aufgabe besteht darin, den Menschen in seinem Erleben zu begleiten und ihm dabei Halt zu geben. Man könnte sagen: Der Trauerbegleitung bezeugt warmherzig, was da ist.</p>
<h3><strong>Trauer und Körper</strong></h3>
<p>Trauer ist nicht nur ein emotionales und gedankliches Geschehen. Sie zeigt sich unmittelbar körperlich: Schlafstörungen, Erschöpfung, innere Unruhe, Anspannung, Druck im Brustraum oder ein Gefühl von Leere können Begleiter der Trauer sein. Deshalb kann es hilfreich sein, den Körper einzubeziehen: Körperwahrnehmung – Atmen – Erdung – vielleicht kleine Bewegungen. Es geht es nicht darum, Trauer wegzuüben.</p>
<p>Der Körper kann helfen, Boden unter die Füße zu bekommen, Anspannung zu reduzieren und das Nervensystem zu regulieren. Welche Elemente sinnvoll sind, hängt immer von der jeweiligen Person und ihrer aktuellen Situation ab.</p>
<p>Ein Trauerspaziergang kann eine wohltuende Alternative sein. Beim gemeinsamen Gehen fällt es vielen Menschen leichter, über persönliche Themen zu sprechen. Auch Schweigen bekommt seinen Raum. Der Körper ist in Bewegung, die Umgebung verändert sich und Gedanken können sich manchmal freier entwickeln. Ein Trauerspaziergang kann deshalb Gespräch, Bewegung, Wahrnehmung und stille Momente miteinander verbinden.</p>
<h3>Trauerbegleitung ist keine Therapie</h3>
<p><a href="https://endlicheinfachsein.de/trauer-als-loesung-trauerbegleitung" target="_blank" rel="noopener">Trauer ist zunächst eine natürliche Reaktion</a> auf einen bedeutenden Verlust und keine Krankheit. Trauerbegleitung ist deshalb auch nicht dasselbe wie Psychotherapie. Sie kann eine wertvolle Unterstützung im persönlichen Trauerprozess sein, ersetzt aber keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung</p>
<h3><strong>Qigong kann helfen</strong></h3>
<p>Als ausgebildeter Qigong-Lehrer, Trauerbegleiter und <a href="https://endlicheinfachsein.de/resilienz" target="_blank" rel="noopener">Resilienztrainer</a> weiß ich, wie sehr manchmal <a href="https://endlicheinfachsein.de/trauerbegleitung-idstein-qigong" target="_blank" rel="noopener">Qigong-Elemente den Trauerprozess</a> unterstützen können. Qigong kann helfen, wieder Kontakt zum eigenen Körper aufzunehmen, Anspannung wahrzunehmen und zu regulieren und neue Kraft zu spüren. Dabei entscheide ich gemeinsam mit dem oder der Trauernden, ob und wann solche Elemente passen.</p>
<p>Manchmal ist eine einfache Übung genau richtig, und manchmal ist das Beste, was wir tun können, einfach gemeinsam dazusitzen, zu sprechen und zuzuhören.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Geschehen lassen aus der Stille des Herzens</title>
		<link>https://endlicheinfachsein.de/loslassen-entspannen-kontrolle-abgeben</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gernot Dern]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2026 12:17:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Impuls]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den letzten Wochen habe ich mich dabei beobachtet, wie ich versucht habe, Wolken anzuschieben... Manchmal versuchen wir, das Leben anzuschieben! Wir wollen eine Lösung finden, eine Situation ändern, eine Entscheidung erzwingen oder ein unangenehmes Gefühl loswerden: Wir wollen mit dem Willen etwas erreichen. Das ist oft hilfreich, oft auch nicht. Wu Wei - Geschehen lassen [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="default">In den letzten Wochen habe ich mich dabei beobachtet, wie ich versucht habe, Wolken anzuschieben&#8230;</p>
<p class="default">Manchmal versuchen wir, das Leben anzuschieben! Wir wollen eine Lösung finden, eine Situation ändern, eine Entscheidung erzwingen oder ein unangenehmes Gefühl loswerden: Wir wollen mit dem Willen etwas erreichen. Das ist oft hilfreich, oft auch nicht.</p>
<h3 class="default-heading4">Wu Wei &#8211; Geschehen lassen</h3>
<p class="default">Die daoistische Philosophie beschreibt den Weg des <strong>Wu Wei</strong>. Wu Wei wird oft mit „Nicht-Tun“ übersetzt, was häufig missverstanden wird. Gemeint ist nicht passives Hinnehmen, sondern eine Haltung des Vertrauens auf den Fluss des Lebens, aus dem zum richtigen Zeitpunkt die angemessene Antwort bzw. Handlung entsteht.</p>
<p class="default">Ich mag besonders folgende Deutung von Wu Wei: &#8220;<strong>Geschehen lassen – aus der Stille des Herzens&#8221;. </strong>In der TCM gilt das Herz als Sitz des Shen – also unserer Bewusstheit, Klarheit und inneren Präsenz. Ist das Herz unruhig, treiben uns Gedanken, Sorgen und Emotionen. Wird das Herz still, entsteht Weite und Verbundenheit. Geist und Körper folgen.</p>
<p class="default">Wu Wei ist kein Ziel, es ist ein Weg, den wir beschreiten können. <strong>Wir beschreiten den Weg des Wu Wei selbst mit der Haltung des Wu Wei</strong>. Dabei werden wir immer wieder erleben, wie wir aus Wu Wei herausfallen und etwas erreichen wollen. Das ist normal, denn es ist ein Übungsweg.</p>
<h3 class="default-heading4">Wu Wei im Qigong</h3>
<p class="default">Eine meiner liebsten Qigong-Formen heißt <strong>„Hände ziehen wie Wolken“</strong>. Beim Üben dieser kann man sinnbildlich versuchen, die Wolken anzuschieben. Das mache ich oft. Dann kontrolliere ich mit dem Verstand die Bewegung, will dass sie gut wird. Doch manchmal kann ich die Wolken ruhig ziehen lassen. Wenn dies geschieht, verändert sich die ganze Übung. Die Bewegung wird weicher, müheloser. Der Körper kennt den Weg. Die Hände folgen nicht mehr dem Wollen, sondern werden von einer tieferen, verkörperten Intelligenz bewegt. Das ist Wu Wei. Wenn das geschieht, läuft Gänsehaut über meinen ganz Körper. Ich werde stille und staune.</p>
<h3 class="default-heading4">Wu Wei sickert ins Leben ein</h3>
<p class="default">Wu Wei ist nicht auf Qigong beschränkt. Mit der Zeit, sickert die Haltung des Wu Wei in den Alltag hinein. Zum Beispiel können wir an einer Besprechung teilnehmen, in der Haltung zu versuchen, die Wolken anzuschieben oder wir können die Wolken dort mit ruhigem Herzen ziehen lassen und wach dabei sein. Es ist erstaunlich, wie Wu Wei die Energie der Besprechung und die eigene Präsenz verändert.</p>
<p class="default">Wu Wei begegnet mir nicht nur im Qigong; auch im <strong>Coaching</strong> und auch in der <strong>Trauerbegleitung</strong>. Immer geht es darum, aus der Stille des Herzens geschehen zu lassen und mit wacher Präsenz da zu sein: <strong>Wolken ziehen, ohne dass sie jemand anschiebt.</strong></p>
<h3 class="default-heading4">Zum Abschluss eine kleine Übung</h3>
<p class="default">Stelle dich hüftbreit hin. Die Knie sind locker. Stell dir vor, du stehst bis zum Bauchnabel im Wasser. Halte die Hände mit den Handflächen nach unten auf Nabelhöhe. Unter den Handflächen befinden sich zwei Bälle, die auf dem Wasser tanzen. Spüre genau hin. Wie tanzen die Bälle und mit ihnen die Hände? Aus der Stille des Herzens oder weil dein Verstand sie bewegen will? Vielleicht beginnen die Bälle ganz von selbst, sich sanft vor, zurück oder seitlich zu bewegen. Vielleicht bewegen sie sich gar nicht. Auch das gehört dazu. Wu Wei bedeutet nicht, dass immer etwas geschehen muss. Es bedeutet, wach wahrzunehmen, was gerade geschieht – ohne es zu erzwingen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Kunst, das Herz zu öffnen</title>
		<link>https://endlicheinfachsein.de/herz-oeffnen-tcm-qigong</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gernot Dern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 07:26:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Impuls]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Sommer ist in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) die Zeit des Feuers und des Herzens. Das Herz spielt hier eine besondere Rolle: Es gilt als der Kaiser und steht für Bewusstheit und Lebensfreude. Eng verbunden mit dem Herz ist der Herzbeutel, der das Herz schützt. In der TCM wird er als schützender Palast um [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p id="isPasted" class="default">Der Sommer ist in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) die Zeit des Feuers und des Herzens. Das Herz spielt hier eine besondere Rolle: Es gilt als der Kaiser und steht für Bewusstheit und Lebensfreude. Eng verbunden mit dem Herz ist der Herzbeutel, der das Herz schützt. In der TCM wird er als schützender Palast um den Kaiser verstanden – mit Toren und Wachen. Sie sorgen dafür, dass das Herz behütet wird, ohne eingemauert zu sein: durchlässig und zugleich geschützt.</p>
<h3 class="default-heading3">Lebenskunst des Herzens</h3>
<p class="default">Die Lebenskunst des Herzens bedeutet, nicht einfach offen oder geschlossen zu sein, sondern bewusst durchlässig:</p>
<ul>
<li class="default">Wie weit möchte ich mein Herz öffnen – und wie viel Schutz braucht es gerade?</li>
<li class="default">Wo öffne ich mich für Begegnung, Freude und Leben?</li>
<li class="default">Wann nehme ich mich zurück und mich schütze?</li>
</ul>
<p class="default">Aufmerksamkeit verdient dabei ein sehr menschlicher Reflex: Wenn wir Verletzung oder Überforderung befürchten oder erleben, zieht sich das Herz zusammen und verschließt sich. Das ist verständlich, doch gleichzeitig gehen damit Herzensfreude, Lebendigkeit und Verbundenheit verloren. Die Weisheit des Herzbeutels erinnert an einen anderen Weg: Schutz, der nicht verschließt, sondern bewusst gestaltet wird. Es geht um bewusste Durchlässigkeit – statt Verschließen oder Grenzenlosigkeit.</p>
<h3 class="default-heading3">Das Feuer kultivieren</h3>
<p class="default">Der Sommer lädt besonders ein, das Feuer im Leben zu kultivieren und zu spüren, wie viel Feuer guttut. Zu viel Feuer kann ausbrennen, zu wenig Feuer lässt uns innerlich frieren, weil Lebendigkeit und Verbundenheit fehlen. Lebenskunst bedeutet hier feines Spüren und Regulation:</p>
<ul>
<li class="default">Wie durchlässig möchte ich gerade sein?</li>
<li class="default">Wo darf das Leben hinein – und wo brauche ich Klarheit und Grenze?</li>
<li class="default">Wie viel Feuer brauche ich gerade – und wie nähre ich es gut, ohne mich zu verbrennen?</li>
</ul>
<h3 class="default-heading3">Drachenkrallen und geschützte Räume</h3>
<p class="default">Im Qigong und im Coaching arbeite ich gerne mit kleinen Übungen, die helfen, Schutz und Feuer zu regulieren, zum Beispiel <em>Geschützte Räume </em>oder <em>Drachenkrallen</em>.</p>
<p class="default">Die Drachenkrallen mag ich besonders: Mit &#8220;sanften Pfoten“ holt man beim Einatmen behutsam alles, was das Herz beschwert – Altes wie Neues – aus dem Körper, um es dann über die Hände, die sich zu Drachenkrallen formen und der Vorstellung roter Energiestrahlen kraftvoll auszuatmen.</p>
<p class="default">Es ist erstaunlich, wie das Herz dabei entlastet wird. Durchlässigkeit und Verbundenheit stellen sich ein – oft wie eine kleine innere Befreiung. So kann das Herz blühen: weder naiv offen noch hart geschlossen, sondern in lebendiger, behüteter Durchlässigkeit.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Somatic Awareness &#8211; wenn der Körper sich zuhört</title>
		<link>https://endlicheinfachsein.de/koerper-bewusstsein-somatic-awareness</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gernot Dern]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 13:51:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Impuls]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor kurzem war ich am See von Saint-Croix in Südfrankreich. Oft saß ich auf einer Bank am See. Ich habe geschaut – das Wasser, das Licht, die Weite und die unglaublichen Farben. Dabei habe ich meinen Körper in all seinen Facetten wahrgenommen: ruhig, atmend, präsent. Innen und Außen zugleich Mein Blick war nach außen auf [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem war ich am See von Saint-Croix in Südfrankreich. Oft saß ich auf einer Bank am See. Ich habe geschaut – das Wasser, das Licht, die Weite und die unglaublichen Farben. Dabei habe ich meinen Körper in all seinen Facetten wahrgenommen: ruhig, atmend, präsent.</p>
<h3><strong>Innen und Außen zugleich</strong></h3>
<p>Mein Blick war nach außen auf den See gerichtet. Gleichzeitig war meine Aufmerksamkeit nach innen gewandt, in den Körper &#8211; wahrnehmend, spürend, nicht mehr. Innen und Außen waren völlig präsent und wurden dabei eins. In solchen Momenten geschieht etwas Erstaunliches: Tiefes Einverstandensein breitet sich aus &#8211; mit dem was ist, dem was war und dem, was sein wird.</p>
<h3><strong>Somatic Awareness: </strong><strong>Wenn der Körper sich selbst hört</strong></h3>
<p>Dieses &#8220;freundliche in den Körper schauen&#8221;, wird auch Somatic Awareness genannt, die freundliche Wahrnehmung des eigenen Körpers im Moment, poetischer formuliert: Den eigenen Körper freundlich bewohnen. Wenn wir still werden und den Körper freundlich bewohnen, passiert etwas Erstaunliches. Der Körper beginnt, nicht nur „da zu sein“. Er beginnt sich selbst zu spüren. Empfindungen tauchen auf, sind da und gehen wieder: Spannungen, Wärme, Enge, Weite, Wohlgefühl. So erzählt der Körper leise ohne Worte seine eigene Geschichte. Der Geist wird weicher und wir werden Körper.</p>
<h3><strong>Wuwei – Nicht-Tun und das Wesentliche geschieht</strong></h3>
<p>In der chinesischen Medizin spricht man von <em>Wu Wei: </em>Nicht-Tun, und doch wird das Wesentliche getan. Nicht, weil nichts geschieht, sondern weil absichtslose Präsenz von Körper und Geist sich entfaltet und Dinge sich ohne Absicht, ohne aktives Tun ordnen.</p>
<h3><strong>Der Kondor am See</strong></h3>
<p>Morgens am See habe ich beim Qigong oft den <em>Kondor, der seine Schwingen ausbreitet </em>geübt<em>. </em>Das Fließen in dieser Bewegung, die Weichheit und Harmonie hatten eine neue Qualität. Es war, als übte ich eine bisher unbekannte Figur. So ist es seitdem geblieben. Im Qigong erlebe ich eine Weichheit in Körper und Geist, ein Fließen zwischen Yin und Yang, von dem ich bis zum See von Sainte Croix nichts wusste. Somatic Awareness, und in mir hat sich etwas geordnet.</p>
<h3><strong>Eine kleine Einladung</strong></h3>
<p>Vielleicht magst du es ausprobieren: Setze dich an einen Ort, an dem du gerne mit ruhigem Blick einfach schaust. Während dein Blick außen ruht, bewohne deinen Körper freundlich von innen; wie eine Landschaft, die du durchwanderst. Vielleicht zeigt sich zunächst eine kleine Anspannung oder Nervosität. Das darf so sein. Vielleicht geht sie, vielleicht bleibt sie. Vielleicht taucht etwas ganz Anderes auf. Absichtslose Präsenz. Wu Wei.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die 10-Sekundenregel für mehr Wohlfühlen</title>
		<link>https://endlicheinfachsein.de/die-10-sekundenregel-fuer-mehr-wohlfuehlen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gernot Dern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 08:42:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Impuls]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://endlicheinfachsein.de/?p=4822</guid>

					<description><![CDATA[<p>Oft geschieht etwas Schönes und wir gehen einfach darüber hinweg. Eine schöne Begegnung. Ein Tee-Moment am Morgen. Eine Pause in der Sonne. Ein gelungenes Gespräch im Beruf. 10 Sekunden, die verändern Die 10-Sekunden-Regel besagt: Wenn dir etwas Angenehmes widerfährt, halte bewusst zehn Sekunden inne. Lass den Moment wirken und spüre der Körperempfindung nach. Nimm wahr, [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="default">Oft geschieht etwas Schönes und wir gehen einfach darüber hinweg. Eine schöne Begegnung. Ein Tee-Moment am Morgen. Eine Pause in der Sonne. Ein gelungenes Gespräch im Beruf.</p>
<h4 class="default-heading4">10 Sekunden, die verändern</h4>
<p>Die 10-Sekunden-Regel besagt: Wenn dir etwas Angenehmes widerfährt, halte bewusst zehn Sekunden inne. Lass den Moment wirken und spüre der Körperempfindung nach. Nimm wahr, wo sich Leichtigkeit, Wärme oder Ruhe zeigt. Diese kurze Zeitspanne reicht aus, damit das Erlebte im Nervensystem ankommt. Während sich belastende Erfahrungen von selbst einprägen, brauchen positive Erlebnisse bewusste Aufmerksamkeit, um sich zu verankern.</p>
<p class="default">Du kannst dir innerlich sagen: „Das tut gut.“ oder &#8220;Das war so angenehm.&#8221; und lächeln, während du die Wärme im Brustraum, den weichen Atem, die Entspannung in den Schultern oder die Weite im Brustraum fühlst. Diese zehn Sekunden &#8211; nicht mehr &#8211; verändern nach und nach Verknüpfungen im Gehirn inkl. der Verbindung zum Körper und sorgen so für mehr Ausgeglichenheit.</p>
<h4 class="default-heading4">Ein persönliches Beispiel &#8211; 10 Sekunden im Wasser</h4>
<p class="default">Ich liebe Schwimmen. Ich habe das Glück – auch im Winter – im Freibad schwimmen zu können. Am Ende meiner Schwimmeinheit bleibe ich einen Moment stehen, spüre den Körper, die angenehme Müdigkeit, schaue in die Bäume am Becken. Dabei nehme ich mir bewusst kurz Zeit, um wahrzunehmen, wie gut mir das getan hat und &#8211; besonders im Winter &#8211; wie schön es ist, das warme Wasser an den Beinen zu fühlen.</p>
<h4 class="default-heading4">Mehr Ausgeglichenheit mit 90 plus 10</h4>
<p class="default">So wie wir mit der <a href="https://endlicheinfachsein.de/umgang-mit-starken-emotionen">90-Sekunden-Regel</a> lernen, schwierige Emotionen zu regulieren, lernen wir mit der 10-Sekunden-Regel, nährende Erfahrungen bewusst zu genießen und vertiefen. Beides zusammen stärkt die innere Balance und kultiviert Freude im Alltag.</p>
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		<title>Die 90-Sekundenregel zum Umgang mit Emotionen</title>
		<link>https://endlicheinfachsein.de/umgang-mit-starken-emotionen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gernot Dern]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 07:05:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Impuls]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kennst du das? Eigentlich nur ein kurzer Impuls: Und doch ist sie da: die Emotion. Spannung im Oberbauch, Druck in der Brust oder Enge im Hals. Hitze, die aufsteigt. Beklemmung, die lähmt. Schon beginnen die Gedanken: „Das darf nicht sein!“, „Das schaffe ich nicht!“, „Das halte ich nicht aus!“, "Das wird nie besser". Die Emotion [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="default">Kennst du das? Eigentlich nur ein kurzer Impuls: Und doch ist sie da: die Emotion. Spannung im Oberbauch, Druck in der Brust oder Enge im Hals. Hitze, die aufsteigt. Beklemmung, die lähmt. Schon beginnen die Gedanken: „Das darf nicht sein!“, „Das schaffe ich nicht!“, „Das halte ich nicht aus!“, &#8220;Das wird nie besser&#8221;. Die Emotion flutet noch stärker, und erneut tauchen Gedanken auf &#8211; neue und bereits zuvor gedachte.</p>
<h3 class="default-heading3">Den inneren Geschichtenerfinder stoppen</h3>
<p class="default">Neurowissenschaftler bestätigen: Jede Emotion kommt und geht, wie eine Welle. Normalerweise dauert sie ca. 90 Sekunden. Dann ebbt sie ab. Das Problem ist: Wenn wir etwas zur Emotion hinzufügen, sie mit Gedanken füttern, sie bewerten oder uns finstere Geschichten drumherum erzählen, wird das Gedanken-Emotionen-Karussell in Gang gesetzt. Was nach kurzer Zeit durchgeflossen wäre, dauert plötzlich Stunden oder sogar Tage. Statt einzelner Wellen, die durchfließen, erleben wir eine Sturmflut.</p>
<h3 id="isPasted" class="default-heading3">Die Kraft des Durchfühlens</h3>
<p class="default">Wie gehst du mit der Welle der Emotion um?</p>
<ul>
<li class="default">Sobald eine stärkere Emotion da ist, richtest du deine ganze Aufmerksamkeit auf die körperliche Empfindung &#8211; die Enge im Hals, das Erstarren im Gesicht, die Verkrampfung im Bauch. Und da bleibst du. Fühlst.</li>
<li class="default">Natürlich springen Gedanken dazwischen. Du beginnst dir eine Geschichte zu erzählen. Fügst alles mögliche hinzu. Du schiebst sie weg, und du gehst wieder in das Fühlen im Körper.</li>
<li class="default">Nach 90, vielleicht 120 Sekunden merkst du, wie die Welle abebbt, wie sie ausläuft.</li>
<li class="default">Natürlich kann eine solche Emotion, zum Beispiel Wut, erneut auftauchen. Das ist eine neue Welle. Wieder gehst du durch 90 Sekunden in das Durchfühlen. Vielleicht im Sitzen, vielleicht beim Spazieren. Und dabei stoppst du jedes Mal den Geschichtenerfinder.</li>
<li class="default">Das Tolle ist: Je öfter du es machst, umso wirkungsvoller wird es. Du erkennst immer besser, wann eine Welle kommt und wendest die 90-Sekunden-Regel an.</li>
</ul>
<p>Wichtig ist: Wenn du das Gefühl hast, die Emotion ist größer als du, dann lass die Übung und gehen stattdessen ins Außen, mit einem Spaziergang, mit einem Anruf, etc.</p>
<p>Im Coaching ist die 90-Sekunden-Regel eine Übung, die meine Klient:innen üben, um zu lernen, in schwierigen Situationen bewusst zu handeln.</p>
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		<title>Der Herbst zeigt das Wesentliche</title>
		<link>https://endlicheinfachsein.de/herbst-loslassen-klarheit-gernot-dern-qigong</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gernot Dern]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Nov 2025 13:45:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Impuls]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn die Bäume ihre Blätter verlieren, zeigen sie ihre wahre Gestalt. Das, was über den Sommer in Fülle war, fällt zurück auf die Erde. Es ist kein Verlust, sondern Heimkehr zum Wesentlichen. Im Herbst liegt etwas Unbestechliches: Klarheit, Würde – und manchmal auch Trauer. Metall – die Energie der Klarheit In der chinesischen Philosophie ist [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="default" data-start="460" data-end="662">Wenn die Bäume ihre Blätter verlieren, zeigen sie ihre wahre Gestalt. Das, was über den Sommer in Fülle war, fällt zurück auf die Erde. Es ist kein Verlust, sondern Heimkehr zum Wesentlichen. Im Herbst liegt etwas Unbestechliches: Klarheit, Würde – und manchmal auch Trauer.</p>
<h3 class="default-heading3" data-start="762" data-end="799">Metall – die Energie der Klarheit</h3>
<p class="default" data-start="800" data-end="1084">In der chinesischen Philosophie ist der Herbst dem Element Metall zugeordnet. Metall steht für Reinheit, Struktur und Aufrichtigkeit – und für die Kraft des Loslassens. Trauer gehört hier ebenso dazu wie Mut. Wo wir betrauern was war, entsteht offener Raum für Neues.</p>
<h3 class="default-heading3" data-start="1086" data-end="1136">Loslassen in Coaching, in der Beratung, im Qigong</h3>
<p class="default" data-start="1137" data-end="1209">Diese Bewegung des Herbstes begegnet mir:</p>
<ul data-start="1211" data-end="1558">
<li data-start="1211" data-end="1280">
<p class="default" data-start="1213" data-end="1280">Im <strong data-start="1216" data-end="1228">Coaching</strong>, wenn Menschen alte Rollen und Muster abstreifen</p>
</li>
<li data-start="1281" data-end="1377">
<p class="default" data-start="1283" data-end="1377">In der <strong data-start="1290" data-end="1308">Paarberatung</strong>, wenn zwei Menschen den Mut haben, alte Kommunikationsmuster auszusortieren und neue zu wagen</p>
</li>
<li data-start="1378" data-end="1463">
<p class="default" data-start="1380" data-end="1463">In der <strong data-start="1387" data-end="1403">Trauerbegleitung</strong>, wenn Loslassen Wandlung ist</p>
</li>
<li data-start="1464" data-end="1558">
<p class="default" data-start="1466" data-end="1558">Im <strong data-start="1469" data-end="1479">Qigong</strong>, wenn Körper, Atem und Geist zur Ruhe kommen und Klarheit entsteht</p>
</li>
</ul>
<p class="default" data-start="1560" data-end="1620">Immer zeigt sich: Loslassen ist nicht Ende, sondern Anfang.</p>
<h3 class="default-heading3" data-start="1622" data-end="1682">Mini-Übung – Der Körper hilft loszulassen</h3>
<p>Ich der Achtsamkeitsausbildung habe ich gelernt: Loslassen fängt im Körper an. Hier ein kleine Übung dazu:</p>
<ol>
<li><strong>Stehen und verwurzeln<br />
</strong>Stehe aufrecht fest verwurzelt, hüftbreit. Knie, Schultern, Becken sind weich. Die Hände bilden eine offene Schale vor dem unteren Bauch.</li>
</ol>
<ol>
<li class="default" data-start="400" data-end="641"><strong data-start="400" data-end="423">Atem wahrnehmen</strong><br data-start="423" data-end="426" />Atme einige Male bewusst ein und lange aus. Spüre, wie sich der Körper mit jedem Atemzug ausdehnt und wieder zusammenzieht.</li>
<li data-start="643" data-end="836">
<p class="default" data-start="646" data-end="836"><strong data-start="841" data-end="874">Energieball visualisieren</strong><br data-start="874" data-end="877" />Stell dir vor, ein großer Energieball befindet sich vor deinem Körper. Dieser Ball hält die Energie dessen, was du loslassen möchtest – eine Sorge, ein belastendes Thema, ein altes Gefühl.</p>
</li>
<li data-start="1080" data-end="1586">
<p class="default" data-start="1083" data-end="1586"><strong data-start="1083" data-end="1121">Steigen und Sinken </strong><br data-start="1121" data-end="1124" />Fahre nun mit den Händen bewusst einatmend den Energieball entlang nach oben und spüre die Energie des Balls. Mit dem Ausatmen drückst du den Energieball samt seinem Thema sanft in die Erde. Dein Körper bewegt sich dabei leicht mit – ein sanftes Steigen beim Einatmen, ein Sinken beim Ausatmen. Vor dem Unterbach angekommen werden die Hände wieder zur Schale. Du wiederholst diese Bewegung einige Male.</p>
</li>
<li data-start="1080" data-end="1586">
<p class="default" data-start="1083" data-end="1586"><strong data-start="1837" data-end="1850">Abschluss</strong><br data-start="1850" data-end="1853" />Bleibe eine Weile in der Ausgangshaltung stehen, atme und spüre dich in deinem Körper.</p>
</li>
</ol>
<h3 class="default-heading3" data-start="1683" data-end="1869">Zum Innehalten</h3>
<p class="default" data-start="2448" data-end="2704">Der Herbst erinnert daran, dass Schönheit nicht nur im Blühen liegt, sondern auch im Vergehen. Vielleicht ist gerade jetzt der Moment, um bewusst zu atmen, zu spüren, loszulassen, klarer und ruhiger zu werden  – mit Hilfe des Körpers und der Frage: Was lasse ich gehen, und was darf bleiben?</p>
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		<title>Den Wachttower in dir stärken</title>
		<link>https://endlicheinfachsein.de/bewusstheit-wahren-im-sturm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gernot Dern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 10:06:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Impuls]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kennst du das? Gedanken tauchen auf und verfinstern alles immer mehr? Besonders nachts! Gedanken wie: „Das schaff ich nie!“, „Das wird nie besser!“, „Was wird bloß aus mir!“ Sie kommen wie von selbst und werden schnell zu Katastrophengeschichten. Wenn dir das passiert, hat der Katastrophisierer übernommen. Der "Watchtower" Die gute Nachricht: Du kannst lernen, den Katastrophierer [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p id="isPasted" class="default">Kennst du das? Gedanken tauchen auf und verfinstern alles immer mehr? Besonders nachts! Gedanken wie: <em data-start="651" data-end="722">„Das schaff ich nie!“, „Das wird nie besser!“, „Was wird bloß aus mir!“</em> Sie kommen wie von selbst und werden schnell zu Katastrophengeschichten. Wenn dir das passiert, hat der <em>Katastrophisierer</em> übernommen.</p>
<h3 class="default-heading3">Der &#8220;Watchtower&#8221;</h3>
<p class="default">Die gute Nachricht: Du kannst lernen, den Katastrophierer zu entmachten, ohne ihn zu bekämpfen. Hier kommt dein <em data-start="1074" data-end="1086">Watchtower</em> ins Spiel – die Steuerzentrale in der Mitte des präfrontalen Cortex. Bessel van der Kolk, renommierter Neurowissenschaftler, beschreibt den Watchtower als zentrale Instanz, die es ermöglicht, die archaischen, automatischen Reaktionen des emotionalen Gehirns zu regulieren. Unter normalen Bedingungen hilft der Watchtower dir, Impulse zu steuern, Entscheidungen bewusst zu treffen und alte Denkmuster zu dämpfen.</p>
<h3 class="default-heading3">Wenn das emotionale Gehirn übertreibt</h3>
<p class="default">Problematisch wird es, wenn dein emotionales Gehirn zu der Bewertung kommt, dass deine Sicherheit bedroht ist. Manchmal ist diese Bewertung realistisch, oft jedoch übertrieben. Denn hier fließt viel Altes ein, was heute nicht mehr relevant ist. Wenn die Bedrohungserwartung des emotionalen Gehirns hoch ist, passiert folgendes:</p>
<ul data-start="1652" data-end="1794">
<li data-start="1652" data-end="1683">
<p class="default">Der Watchtower wird gehemmt.</p>
</li>
<li data-start="1652" data-end="1683">
<p class="default">Alte Denkschleifen werden aktiviert – der Katastrophisierer übernimmt.</p>
</li>
<li>
<p id="isPasted" class="default">Der Körper ruft sinnbildlich: &#8220;Tu was, handele!&#8221;, ob es Sinn macht oder nicht.</p>
</li>
</ul>
<p class="default">Diese Dynamik ist völlig normal, sie ist Neurobiologie. Dein Gehirn greift dann auf vorbewusste, automatisierte Muster zurück – Erfahrungen, Bewertungen und Überzeugungen, die sich im Laufe des Lebens angesammelt haben.</p>
<h3 class="default-heading3"><strong>Den Watchtower stärken</strong></h3>
<p class="default">Indem du deinen Watchtower trainierst und so stärkst, lernst du den Katastrophisierer zu erkennen und ihm nicht auf den Leim zu gehen. Dein Watchtower bleibt sozusagen online. Alle Praktiken, die deine Bewusstheit stärken, trainieren den Watchtower. Sie sorgen dafür, dass der Katastrophisierer dich nicht überflutet. Sehr hilfreich sind körperorientierte Achtsamkeitspraktiken, wie Yoga, Qigong oder Feldenkrais. Wirksam ist auch regelmäßige Sitzmeditation, in der du Atmung, Gedanken und Gefühle beobachtest, ohne etwas hinzufügen und ohne zu reagieren. Alles, was deinem Körper gut tut, unterstützt zusätzlich deinen Watchtower.</p>
<p class="default">Im Coaching ist die Stärkung des Watchtower immer wichtig. Es geschieht durch Kombination von Selbstwahrnehmung, Stressmanagement und Verstehen. In aller Regel gelingt das sehr gut.</p>
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		<title>Der Wesenskern in uns</title>
		<link>https://endlicheinfachsein.de/wesenskern-verkoerperung</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gernot Dern]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Nov 2025 10:32:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Impuls]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://endlicheinfachsein.de/?p=4540</guid>

					<description><![CDATA[<p>In jedem liegt ein Samenkorn – das innere Bild davon, wer wir wirklich sind und was in uns erblühen möchte. Ich nenne dies den Wesenskern. Manche tragen sozusagen das Bild einer Rose in sich, andere einer Buche, andere eines wilden Grases im Wind. Wenn das Samenkorn im Schatten liegt Oft liegt dieses Samenkorn nicht in [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In jedem liegt ein Samenkorn – das innere Bild davon, wer wir wirklich sind und was in uns erblühen möchte. Ich nenne dies den Wesenskern. Manche tragen sozusagen das Bild einer Rose in sich, andere einer Buche, andere eines wilden Grases im Wind.</p>
<h3><strong>Wenn das Samenkorn im Schatten liegt</strong></h3>
<p>Oft liegt dieses Samenkorn nicht in fruchtbarer Erde, sondern in einem Sumpf aus Erwartungen, Glaubenssätzen und alten Überzeugungen. Irgendwann spüren wir: Etwas stimmt nicht: &#8220;Ich funktioniere, erfülle Rollen, reagiere – aber ich lebe nicht aus meinem eigentlichen Wesen heraus.&#8221; Ein Gefühl der Entfremdung zeigt sich, als hätten wir uns verloren.</p>
<h3><strong>Selbstwahrnehmung als Schlüssel</strong></h3>
<p>Und doch bleibt das Samenkorn lebendig. Es wartet auf Licht, Raum und Aufmerksamkeit. Um zu wachsen, braucht es vor allem eines: Selbstwahrnehmung – die Fähigkeit, sich selbst zu spüren, zu hören und zu erkennen, was in uns lebt.</p>
<p>Die Neurowissenschaften sagen: Dieses Gefühl, man selbst zu sein, gründet im Körper. Wenn wir im Körper zuhause sind und fein wahrnehmen, was sich in ihm zeigt, entsteht ein stabiles, ruhiges Gefühl von Zentriertsein – ein tiefes „Ich bin“.</p>
<h3><strong>Qigong als Mittel der Verkörperung</strong></h3>
<p>Hier setzt Qigong an. Die Praxis schult die Selbstwahrnehmung in Bewegung, Atem und Stille. Der Körper zeigt oft, wer wir wirklich sind, lange bevor der Verstand es begreifen kann. Der Körper ist das Gefäß, in dem wir unsere Wahrheit finden, heißt es im Qigong.</p>
<h3><strong>Meine persönliche Erfahrung &#8211; &#8220;Werde ja nicht so groß&#8221;</strong></h3>
<p>Als ich begann, die Figur „<a href="https://endlicheinfachsein.de/die-innere-groesse-entfalten">Der Weiße Kranich breitet seine Flügel aus</a>“ zu üben, spürte ich Widerstand. Ein in mir verkörpertes, altes Familiengebot sagte: „Werde ja nicht so groß, sonst wirst du verstoßen.“ Doch das Aufrichten und Öffnen in der Bewegung des Kranichs führte mich in das Gefühl meiner natürlichen Größe. Mit jeder Wiederholung lernte ich, das alte Gebot zu entmachten und meinem inneren Bild zu folgen.</p>
<h3><strong>Coaching – das innere Bild lebendig machen</strong></h3>
<p>Im Coaching verbinden ich Verkörperung mit bewusstem Wahrnehmen und Benennen. In einem Raum ohne Wertungen wird das innere Bild klarer, fühlbar, lebbar. Zum Beispiel können wir gemeinsam fragen: &#8220;Was wären kleine Schritte, um das innere Bild zu leben.&#8221; Und der Same kann beginnen zu keinem und zu wachsen.</p>
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