Resilienz – Widerstandskraft in Krisen – 

Warum gehen manche Menschen unbeschadet aus stark belastendenden Situationen oder Phasen hervor, wachsen sogar daran, während anderen dies nicht gelingt? Was macht diese Widerstandskraft aus? Was sind die Faktoren, die es möglich machen, trotz starker Belastungen gesund zu bleiben, Krisen, Schicksalsschlägen, traumatischen Erfahrungen standzuhalten und daran sogar zu wachsen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt von Wissenschaftlern und Praktikern, die sich mit der Resilienz von Menschen auseinandersetzen.

Resilienz als Prozess 

Das Leibniz-Institut für Resilienzforschung an der Universität Mainz geht davon aus, dass Resilienz keine feste Eigenschaft ist. Die Wissenschaftler sprechen davon, dass durch Krisenbewältigung neue Stärken und Kompetenzen entstehen, die bis hin zu Veränderungen auf der Ebene der Genexpression gehen. Die Widerstandsfähigkeit ist demnach nicht einfach Unempfindlichkeit gegen Stress, sondern die Folge eines Anpassungsprozesses, der uns nachhaltig, bis zur Genexpression verändert. Das heißt, indem wir in „kleineren“ Krisen bestehen und daraus lernen, entsteht die Resilienz für größere. Das Üben von Resilienz führt sozusagen in die Resilienz.

Resilienz lässt sich stärken

Resilienz beruht auf mehreren Faktoren. Jeder dieser Faktoren kann durch Resilienzübungen gestärkt werden. Dabei steht der Vorsorgegedanke im Mittelpunkt, also die vorausschauende Fürsorge für Körper und Geist.

  • Achtsamkeit – Selbstwahrnehmung und Bewusstheit
  • Optimismus – zuversichtlicher Realismus
  • Akzeptanz – annehmen, was schon da ist
  • Selbstwirksamkeit – Glaube, mit den eigenen Fähigkeiten Dinge verändern zu können
  • Beziehungspflege – Netzwerk nährender Kontakte
  • Kreatives Lösungsdenken – statt Problem-Trance Perspektivwechsel und Lösungen ausprobieren
  • Zielorientierung – nach vorne denken, statt rückwärts

Resilienz und Naturerfahrung

Die Natur bietet vielfältige Räume, um Resilienz zu stärken. Durch das Eintreten in diese Räume gelangen Gehirn und Körper schnell in einen Zustand von Weite, Leichtigkeit und Ausgeglichenheit. Innere und äußere Natur kommen zusammen. Gefühle, Empfindungen und innere Prozesse werden wahrnehmbarer. Ein Natur-Resilienz-Training ® wirkt so unmittelbarer auf Resilienzfaktoren. Resilienztraining ist Gesundheitsvorsorge für Körper und Geist. Dieses Üben von Resilienz stärkt die Resilienz und macht Freude.

Resilienz und Coaching

Im Coaching geht es vor allem darum, ausgehend vom Anliegen des Klienten, innere Ressourcen zu aktivieren und nutzen. Jeder Resilienzfaktor bildet eine Ressource, die aktiviert und gestärkt werden kann, denn jeder Faktor ist als Wurzel im Menschen angelegt. Als zertifizierter Resilienztrainer berücksichtige ich in meinem Coaching die Stärkung dieser Wurzeln gezielt, je nachdem, was das Anliegen meiner Klient:innen ist. Gerne in der Natur.

 

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