Einfach da zu sein braucht Übung –

Endlich einmal einfach sein! Die Dinge sein lassen wie sie sind. Einfach da zu sein und nur das zu tun, was ich tue. Das wäre schön. Das hört sich doch ganz leicht an, oder? Je mehr uns der Alltagsgeist und Emotionen mit ihrer Resonanz im Körper treiben, umso weniger können wir sein lassen, was gerade ist. Ich lasse mich nieder, um die Seele baumeln zu lassen. Schon springt der nörgelnde Geist an und hat was auszusetzen. Schon bin ich mit den Gedanken bei der Arbeit und dem, was noch zu tun ist. Schon denke ich drüber nach, was nächste Woche ansteht, was ich nachher koche. Und schon ist einfach da zu sein vorüber.

Achtsamkeit im Alltag

Es ist die Natur des Geistes hin- und herzuspringen. Er ist wie ein junger Hund, der behutsam erzogen werden muss. Einfach da zu sein benötigt deshalb Übung, das Hin- und Her des Geistes mit freundlicher Präsens da sein zu lassen, ohne ihm zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Und dann kommen sie, die Momente der Entspanntheit, des heiteren innerer Lächelns. Deshalb lohnt es sich Achtsamkeit im Alltag zu integrieren. Damit der unruhige Geist zur Ruhe kommen kann.

Beim Spaziergang üben – Gehmeditation

Dieses Erziehen des Geistes lässt sich wunderbar mit einem Spaziergang verbinden. Beim Gehen, lenke ich zum Beispiel meine Aufmerksamkeit in die Füße, wie sich mich tragen. Oder ich lenke sie auf die Geräusche um mich. Während ich dies tue, werden mich Gedanken immer wieder wegziehen. Dann kehre ich sanft, ohne Anklage zu den Füßen oder zu den Geräuschen zurück. Das ist die Übung. Und nach und nach wird der Geist trainiert, werden die entsprechenden neuronalen Bahnen im Gehirn gestärkt und einfach sein gelingt.

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