Problem und Lösung – beides liegt im System –

Beim Systemischen Coaching wird in der Arbeit mit Klient:innen eine „systemische Perspektive“ eingenommen. Was heißt das? Klient:innen mit ihren Anliegen und die daran beteiligten Personen bilden ein System, in dem alle gemeinsam durch ihre Interaktions- und Kommunikationsmuster Symptome erzeugen. Diese Symptome werden als Problem erlebt. Die Symptome sind jedoch sinnvoll, weil sie das System stabilisieren. Dementsprechend werden Lösungen im Systemischen Coaching durch Betrachtung und Veränderung des Systems herbeigeführt.

Anliegenklärung

Im Systemischen Coaching gilt: Arbeite nie ohne das Anliegen des Klienten konkret so zu formulieren. Es wird so formuliert, dass positive Resonanz im Körper entsteht. Das Anliegen wird im Coaching-Prozess regelmäßig gemeinsam überprüft. Denn es entwickelt sich weiter. Die Formulierung des Anliegens ist die Grundlage und der erste Schritt des Coaching.

Arbeitsprinzipien als Grundlage

Dem Systemischen Coaching liegen Prinzipien zugrunde, die ich in meiner Arbeit berücksichtige:

  • Alles ist Co-Kreation:
    Das, was sich zeigt, wird von den Beteiligten durch ihre Interaktion gemeinsam hervorgebracht.
  • Arbeiten mit Hypothesen:
    Die Einschätzung des Coach ist eine Hypothese, die er durch Fragen klären muss.
  • Lösungsorientierung:
    Coach und Klient:in entwickeln Lösungsansätze, die im Leben ausprobiert werden. Wenn sie funktionieren, wunderbar. Wenn nicht, werden gemeinsam Alternativen gesucht und ausprobiert. Es gilt: Gut ist, was funktioniert!
  • Klient:in arbeitet, Coach führt:
    Mithilfe von Fragetechniken führt der Coach durch den Prozess. Der oder die Klient:in bearbeitet und vertieft die Fragen.
    Ein Beispiel: „Stelle dir einmal vor, es gäbe einen Sinn im Verhalten von X. Was könnte dieser Sinn sein?“
  • Kreativität der Klient:innen nutzen: Lösungen, die vom Klienten kommen, sind wirksamer.
  • Das System freundlich stören: Durch behutsames Stören des Systems, verändern sich ungünstige Verhaltens- und Kommunikationsmuster hin zu konstruktiven
  • Konflikte begrüßen: Es braucht Konflikte, damit Systeme sich verändern.

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